Erinnerungen an einen musikalischen Nachmittag mit der Harfenistin Frau Niclas

  • 05.09.2019

Die Harfe gehört zu den ältesten Instrumenten der Geschichte. Sie ähnelt in ihrem Äußeren einem Flügel. Stellt man sich einen Flügel hochkant gekippt vor, gleicht dessen Silhouette einer Harfe.

Sie ist in unterschiedlichen Varianten auf den Kontinenten verbreitet. Neben der afrikanischen Kora, der Anden-Harfe sowie der keltischen Harfe gehören die böhmische und die Doppelpedalharfe zu diesem Sortiment. Die Doppelpedalharfe, die es seit dem 19. Jahrhundert gibt, wird heutzutage in Orchestern zum Spielen klassischer Stücke genutzt.

Die Doppelpedalharfe erhielt ihren Namen, weil sie Pedale besitzt, über die man die Saitenspannung des Instrumentes verändern und dadurch die Töne höher und tiefer einstellen kann.

Die Künstlerin, Frau Babett Niclas, spielt eine Harfe die früher dem Gewandhaus gehörte. Frau Niclas bereitete uns mit ihrem Harfenspiel einen bezaubernden musikalischen Nachmittag, an den wir uns sehr gern zurück erinnern. Sie fand nach dem Erlernen der Geige, zum Klavier und entschied sich letztlich für das elegante Instrument – die Harfe. In ihrem Musikstudium in Leipzig spezialisierte sie sich auf die Kammermusik und experimentelle Konzertkonzepte sowie Volksmusik aus Europa. Während des Konzertes berichtete Frau Niclas von ihren Reisen nach Schottland und Irland, Länder die eine „Harfenistin“ unbedingt besucht haben muss. Durch ihre „Liebe zum Instrument“ und ihre offene Art über dieses zu sprechen, erreichte sie alle Bewohnerinnen und Bewohner. So konnten Alle noch etwas über die Harfe lernen.

Wissenswert:

Die Harfe von Frau Niclas hat 47 Saiten, sie ist an der höchsten Stelle 1,90m hoch und wiegt 50 Kg. Die meisten Saiten sind aus Tierdarm gefertigt, die untersten 10 Saiten sind aufgrund der hohen Spannung zusätzlich mit Stahl umwickelt. Jede einzelne Saite ist sehr wertvoll. Saiten aus Nylon und Carbon entwickeln nicht den gleichen Klang und werden deshalb weniger eingesetzt. Eine vegane, gut klingende Variante zur Darmsaite hat noch niemand erfunden.

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